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Geographische Lage: Altwarp liegt ganz im Nordosten der Bundesrepublik, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Der Ort liegt malerisch auf einer Seezunge im Stettiner Haff.

Historisches:

RundhausDie Geschichte Altwarps beginnt in der Zeit der slawischen Besiedlung unseres Landstrichs. Hier an der Haffküste fanden im 12. Jahrhundert in einem Ort “Sosnitza” bedeutende Landeszusammenkünfte des slawischen Adels statt. Auch von der Insel Usedom kamen Mönche vom Kloster GROBE um im Warper See Fische zu fangen. Sie erhielten dann das Dorf Sosnitza mit Kirche und Krug. Vermutlich hat sich aus dem Kloster Sosnitza mit der Einwanderung deutscher Kolonisten WARP gegründet. Ein Henning von Steinbecke besass nun WARP, und verkaufte im Jahr 1252 einiges Hufenland an den pommerschen Herzog. Bald darauf (1272) erwarb das Kloster GROBE Anteile am Dorf sowie das Patronat über die Kirche. Um diese Zeit wurde auf der anderen Seeseite das Städtchen NEUWARP gegründet, zur Unterscheidung von der Neugründung hiess der ältere Ort von nun an OLDENWARP.. Oldenwarp blieb bis zur Reformation (1534) ein Klosterdorf und kam zum herzoglichen Amt Ueckermünde. Die Menschen ernährten sich vorwiegend vom Fischfang und der Landwirtschaft. Um 1690 gab es hier 30 Bauern und dreizehn Einlieger, von den ersteren waren 16 “Vornehme” Bauern und dreizehn von “Geringerer” condition, sieben Altwarper fischten mit Zeesenbooten und ein Einwohner war ein Teerschweler. Der See bot selbst reichlich Fisch und das “Frische Haff” war für die Zeesen-und Tuckenfischerei gut geeignet. Im 19. Jahrhundert spezialisierten sich die Fischer auf die Reusenfischerei. Guten Ertrag brachte der Ükleifang im See. Den Fisch konnte man nicht nur als Schweinefutter versilbern, auch seine Schuppen liessen sich gut verkaufen. Aus ihnen stellte man eine Perlenessenz her, die zur Herstellung von Waschperlen diente. Zum Fischfang kam seit Ende des 18.Jahrhundert die Schifffahrt hinzu. Als der Swinemünder Hafen ausgebaut war, Übernahmen zehn Leichterschiffe aus Altwarp (1751) die Waren und beförderten sie nach Stettin. Altwarper Kapitäne befuhren die Weltmeere und brachten Reichtum ins Dorf (1862 mit acht Seeschiffen). Altwarper Flussschiffer beförderten mit 14 Kähnen schwere Lasten auf der Oder in Richtung Schlesien und Böhmen hinauf. Die Einwohnerzahl stieg um 1865 auf 1450 an. Mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt endete die Blütezeit der Segelschiffahrt. Bis 1925 sank die Einwohnerzahl bis auf 1000 ab und reduzierte sich bis 1939 noch mal bis auf 500. 1937 errichtete die Wehrmacht einen Truppenübungsplatz. Das Kriegsende verhinderte eine aus militärischen Motiven geplante Umsiedlung der Bewohner nach Neuwarp. Nach 1945 führte Altwarp durch seine Lage an der Grenze ein idyllisches und abgeschiedenes Leben. Frühere Handels-und Verkehrsbeziehungen nach Neuwarp gab es nicht mehr. Die Fischerei, die NVA (nach 1945 mit Wohnsiedlung) und das Ferienwesen gaben nun den Altwarpern Arbeitsplätze.

Die Gegenwart: Etwa 755 Einwohner zählt Altwarp heute. Der Ort hat sich zu einem Touristenschwerpunkt der Region entwickelt. Grund hierfür sind neben dem Fährtourismus, eine reizvolle Natur und die wundervolle Lage zwischen Stettiner Haff und Warper See. Vom grundauf sanierten Hafen legen Personenfähren nach Neuwarp (Polen) ab. Segler, Angler und Naturfreunde im allgemeinen finden in Altwarp ideale Bedingungen vor. Der Badestrand liegt mitten im Ort und ist durch sein recht langsam tiefer werdendes Wasser ideal für Kinder und Nichtschwimmer. Von Westen, Norden und Osten ist der Ort völlig von Wasser umgeben. In südlicher Richtung grenzen Binnendünen und zahlreiche Wälder das Dorf ein. Altwarp ist ein netter kleiner Touristenort geworden, nicht nur die Schifffahrt auch der Ort selbst, mit seiner grandiosen Natur, ist stets einen Urlaub wert.

Das Pommernlied


Wenn in stiller StundeTräume mich umweh`n,
bringen frohe Kunde Geister ungeseh`n,
reden von dem Lande meiner Heimat mir,
hellem Meeresstrande,düsterm Waldrevier.

Weiße Segel wiegen sich auf blauer See,
weiße Möwen fliegen in der blauen Höh`,
blaue Wälder krönen weißer Dünen Sand,
Pommernland,mein Sehnen ist die zugewandt!

Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn,
aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin.
Traget,laue Winde,meinen Gruß und Sang,
wehet leis und linde teuer Liebe klang!

Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt,
bist ja mein,ich deine,treu dir zugestellt.
Kannst ja doch von allen,die ich je geseh`n,
mir allein gefallen,Pommernland so schön!

Jetzt bin ich im Wandern,bin bald hier bald dort;
doch aus allen andern treibts mich`s immer fort.
Bis in dir ich wieder finde meine Ruh,
send ich meine Lieder dir, o Heimat zu!

Adolf Pompe

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